Fotoworkshop im Elsass - die ganz persönliche Herausforderung

Eigentlich hatte ich für mich beschlossen, aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr an Workshops teilzunehmen. Doch eine Gutschrift aus einem Workshop, der Pandemie bedingt abgesagt werden musste, verleitete mich dazu, die Gelegenheit wahr zu nehmen, einen Tag mit Harald Kröher, dem Model Emelie und drei weiteren Teilnehmern im Elsass zu verbringen.  Soviel vorweg: Der Tag war ein voller Erfolg! Und das mache ich noch nicht mal an den gelungenen Bildern fest.

 

Warum? Workshop Bilder haben für mich nicht den Stellenwert, den eigene Bilder haben. Gerade bei Harald Kröher und seinen Modellen sind die Workshops perfekt vorbereitet. Die Location, das Model, die Tageszeit, alles ist geplant. Und vor Ort erhält man noch Tipps zur Perspektive und bei den Kameraeinstellungen bekommt man auch noch Hilfestellung. Nur auf den Auslöser drücken muss man selbst. Obwohl die Bilder sehr gelungen sind und ich sie alleine so nie hätte machen können und der Lerneffekt auf einem Workshop hoch ist, es sind letztendlich gefühlt nicht meine Bilder. Trotz des Model Releases. 

Aber, ich hatte den Effekt der Gemeinschaft unterschätzt. Es hat riesig Spaß gemacht! Alle Teilnehmer waren gut drauf und ich habe nette Menschen kennengelernt. Dazu kommt eine wundervolle Landschaft, was will man mehr. Ich war mir anfänglich nicht sicher, ob ich die für meine Konstitution körperliche Strapazen auf mich nehmen wollte und den Workshop zur Halbzeit, nach dem Besuch der Cascade du Nideck nicht abbreche, aber das Team zog einen irgendwie mit und man war immer bereit auf den Schwächeren Rücksicht zu nehmen. So "gönnte" ich mir noch den kurzen, aber steilen Aufstieg auf den Donon. Und ich habe es geschafft. Natürlich tat mir in den nächsten Tagen alles weh und eine Erkältung hatte ich mir auf dem zugigen Donon auch noch zugezogen. Aber was soll ich euch sagen: Es war mir egal. Das Gefühl es geschafft zu haben, überwog den Schmerz. :-) Meinen Dank an alles für dieses Erlebnis! 

Nun Bilder haben wir auch gemacht! Emelie ist optisch auf den ersten Blick eine so zarte Person. Aber wenn man sie im Einsatz sieht, bemerkt man sehr schnell, dass sie jeder Faser ihres Körpers beherrscht. Und obwohl sie immer an irgendeinem Abgrund gepost hatte, hatte ich nie Angst, dass ihr irgendetwas passieren könnte. Chapeau, junge Frau. Last, but not least geht mein Dank an Harald, der diesen Tag überhaupt erst ermöglicht hat. So, aber nun zu den Bildern, auch wenn sie nicht so ganz von mir sind, sie sind sehenswert und inspirierend...