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Bodypainting - Wenn der Fotograf nur als Statist fungiert...

Es war mein erstes Bodypainting Shooting. Eine Bodypainterin mit dem Künstlernamen Chame Leon hatte angefragt, ob ich nicht Interesse hätte, mit ihr gemeinsam etwas umzusetzen. Das Thema überließ sie mir. Inspiriert von ihrem Künstlernamen hatte ich auch gleich die Idee, ein Model ihrer Umgebung anzupassen - wie ein Chameleon.

Die ursprüngliche Planung, das Model in einen imposanten Baum "hineinzumalen" musste wegen schlechter Wetterbedingungen verworfen werden. Plan B war, einen farbig melierten Hintergund in einem Studio einzusetzen. Mit Maggi hatte unsere Körpermalerin ein hervorragendes Model mitgebracht, die trotz ihrer Jugend, die von ihr geforderten Darstellungen wie ein Schauspieler dermaßen gekonnt umsetzte, dass es mich schon überraschte.

Bei einem solchen Shooting spielt der Fotograf nicht die Hauptrolle. Die Künstler sind der Maler und sein Model. Die Aufgabe des Fotografen beschränkt sich darin, das entstandene temporäre Kunstwerk zu dokumentieren, um es zu verewigen. Seine Aufgabe ist es, das Werk in richtige Licht zu rücken und die Aussage des Bildes zu unterstreichen oder auch zu verstärken. Letztendlich entsteht etwas Gemeinsames.

Für mich war dieser Tag Entspannung pur. Das lag nicht nur an der Tatsache, dass Bodypainting seine Zeit braucht, sondern auch daran, dass mir beide Anhieb sympathisch waren und wir auf diese Weise einen wunderbaren Nachmittag verbrachten...