Wie die Fotografie mein Leben veränderte...

Meine zweite Kamera - Der Quantensprung zur Agfa Silette SL

Mein Vater hatte sich eine neue Kamera zugelegt. Es war, glaube ich, eine Yashica. So langsam eroberten die Japaner den Kameramarkt. Daher kam ich in den Genuss eine Agfa Silette SL Kleinbildkamera nun mein Eigen nennen zu dürfen. Die neue Technik erlaubte es nun auch richtig kreativ zu werden. Man hatte ein Blendenspektrum von f2.8 bis f22 zur Verfügung. Die Kamera besaß einen integrierten Belichtungsmesser. Die Zeiten, in denen ich die Belichtung schätzen musste, waren vorbei. Der Kleinbildfilm brachte 36 Aufnahmen hervor und man konnte ihn in verschiedenen Lichtempfindlichkeiten kaufen. Diese wurde damals aber noch nicht in ASA, sondern DIN gemessen.  Langsam wurden auch Farbfilme erschwinglich. Last but not least konnte man mit dieser Kamera einen Blitz betreiben. Ein kleines auffaltbares Schirmchen diente als Reflektor. Und als Leuchtmittel diente ein Blitzbirnchen, das dummerweise nur für den einmaligen Gebrauch konzipiert war. Um die Kosten für mein kostspieliges Hobby unter Kontrolle zu halten, verwendete ich damals meistens Schwarzweißfilme. Von den Bildergebnissen war ich nicht selten enttäuscht, denn in der Landschaftsfotografie fehlte die Farbe als wichtiger Stimmungsträger. Die grünen Berghänge der Alpen vor dem knallblauen Himmel machten sich auf den SW-Bildern manchmal sehr fade. Nach Strukturen und Formen zu suchen, auf die Idee kam ich damals noch nicht. Nun gut, ich war ja auch erst knapp über 10 Jahre alt.

 

Fortsetzung folgt...