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Prüfe dich bevor du „ja“ sagst – Über die Verantwortung eine Hochzeit zu fotografieren

Als begeisterter Hobbyfotograf wird man von Bekannten, Verwandten und Freunden früher oder später gebeten, das Fotografieren auf dem einen oder anderen Familienfest zu übernehmen. In den meisten Fällen ist dies kein Problem, doch bei einer Hochzeit sollte man sich wirklich vorher fragen, ob man diese Verantwortung tragen möchte und auch kann. Denn eine Hochzeit ist meist voll von einzigartigen Momenten, für die der Fotograf keinen zweiten Versuch hat. Daher sollte man sich vorher einige wichtige Fragen stellen, bevor man „ja“ sagt.

 

Möchte ich diese Verantwortung tragen?

 

Bei einer Hochzeit kann man nicht herumprobieren, sondern der Fotograf muss wissen, was er tut. Viele für das Brautpaar wichtige Momente wie das Anstecken der Ringe, der Hochzeitskuss, das Anschneiden der Torte oder der Hochzeitstanz vergehen in wenigen Minuten und manchmal gar Sekunden. Da hat der Fotograf meist keine Zeit zehn bis zwanzig Bilder zu schießen, bis das passende dabei ist. Meist ist nämlich nur Zeit für zwei bis drei gezielte Schüsse.

Darüber hinaus ist es gar nicht so einfach über den ganzen Tag verteilt den Überblick und die Konzentration zu behalten, um diese wichtigen Momente herauszupicken und auf einem schönen Foto festzuhalten.

Erklärt man sich als Hobbyfotograf bereit, diese Aufgabe zu übernehmen, lastet eine große Verantwortung auf den eigenen Schultern. Denn es handelt sich um die Fotos, die das Brautpaar möglicherweise noch in 20 Jahren betrachtet, um sich an den schönsten Tag im Leben zu erinnern. Wenn diese dann nichts geworden sind, ist die Trauer darüber manchmal so groß, dass sogar die Freundschaft zwischen Fotograf und Ehepaar zerbrechen kann.

 

Habe ich die richtige Ausrüstung und Ersatztechnik?

 

Mit welcher Kamera man fotografiert, ist oftmals gar nicht so entscheidend, da die Qualität der Bilder eher vom Können des Fotografens abhängt. Wichtiger ist es an so einem Tag, dass die Technik nicht versagt. Deswegen sollte jedes Gerät, das zum Fotografieren nötig ist (inklusive der Kamera), mindestens zweimal vorhanden sein. Gerade auch Akkus oder Speicherkarten sollten in ausreichender Menge vorrätig sein. Und vorrätig bedeutet, nicht abgeschlossen im Kofferraum des geparkten Autos mehrere hundert Meter entfernt auf dem Parkplatz, sondern in Reichweite des Fotografierenden.

 

Kenne ich mich mit Momentaufnahmen und Lichtverhältnissen aus?

 

Bei sogenannten Momentaufnahmen kommt es darauf an, zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein und ihn perfekt abzubilden. Dabei bleibt einem meist nicht die Zeit, die Einstellungen zu ändern oder das Objektiv zu wechseln. Für größtmögliche Flexibilität und eine schnelle Reaktion ist daher ein Zoom-Objektiv eine gute Wahl. Wer lieber mit Festbrennweiten arbeitet, sollte sich zumindest auf eine geringe Auswahl an Objektiven beschränken, um gar nicht erst in Versuchung zu kommen ständig zu wechseln und deswegen vielleicht sogar die wichtigen Momente zu verpassen.

Generell sollte der Fotograf auch gut für verschiedene Lichtverhältnisse ausgestattet sein und wissen, wie mit diesen Verhältnissen umzugehen ist. In der Kirche ist es dunkel, draußen möglicherweise extrem hell und beim Sektempfang im Park gibt es vielleicht Schatten und Licht im Wechsel. Auch in diesem Fall sollte man das Know-how besitzen, um dennoch perfekte Bilder zu schießen.

 

Weiß ich wie eine Hochzeit abläuft?

 

Wer noch nie auf einer Hochzeit war bzw. sich nicht so genau mit den Abläufen auskennt, sollte sich vor dem großen Tag mit ihnen vertraut machen. Denn nur wer weiß, was auf ihn zukommt, kann dementsprechend planen. Hilfreich ist es auch, zuvor mit dem Pfarrer oder dem Standesbeamten zu sprechen, da es sein kann, dass nur an bestimmten Stellen der Zeremonie fotografiert werden darf.

Um sich mit dem Ablauf vertraut zu machen, kann man beispielsweise als kostenloser Aushilfs- oder Zweitfotograf auf anderen Hochzeiten fotografieren. So wird einem zum Ausprobieren erst einmal die Last der Verantwortung genommen und man bekommt ein Gespür für die verschiedenen Situationen und Lichtverhältnisse.

 

Bei Unsicherheit lieber zum professionellen Fotografen raten

 

Wenn man diese Fragen nur mit einem „Nein“ beantworten kann, dann sollte man dem Brautpaar lieber dazu raten, einen professionellen Hochzeitsfotografen zu engagieren. Man kann als Gast dann immer noch eigene Bilder schießen und diese in einem schönen Rahmen, zum Beispiel von Rahmenversand, dem Brautpaar überreichen.

 

Ich danke Rahmenversand.com für diesen Gastartikel.